Die 10 teuersten Panzer der Welt: Preise im Vergleich

Ein veröffentlichter Panzerwert kann den reinen Fahrzeugkauf meinen oder ein Paket mit Munition und Logistik. Selbst der Umbau eines vorhandenen Panzers taucht neben Neubauten auf. Welche Beträge lassen sich trotzdem sinnvoll vergleichen? Und welches Modell steht vorn, wenn Preisart, Bezugsjahr und Wechselkurs offengelegt werden?
Die Rangfolge folgt schlicht dem veröffentlichten Wert je Panzer in US-Dollar, vom höchsten zum niedrigsten. Hinter diesen Werten stecken allerdings sehr unterschiedliche Verträge: mal nur der Fahrzeugwert, mal Munition, Ausbildung und Logistik dazu, mal der Umbau vorhandener Panzer.
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Leopard 2A8 NOR: höchstens 34,5 Millionen US-Dollar
Norwegens Kostenrahmen von 19,7 Milliarden Kronen für 54 Leopard 2A8 NOR ergibt, zum Jahresmittelkurs 2023 umgerechnet, höchstens 34,5 Millionen US-Dollar je Fahrzeug. Ein reiner Fahrzeugpreis ist das laut Regierung nicht.
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Abrams, K2 und Altay mit Zusatzleistungen
Die Beschaffungen von Abrams, K2 und Altay umfassen auch Munition, Logistik, Ausbildung oder weitere Ausrüstung. Ihr Vertragswert je bestelltem Panzer ist deshalb ein Paketdurchschnitt und kein reiner Herstellerpreis.
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Type 10: zehn Panzer für 16,6 Milliarden Yen
Japan veranschlagte im Haushaltsjahr 2024 insgesamt 16,6 Milliarden Yen für zehn Type-10-Panzer. Das entspricht einem Budgetdurchschnitt von 1,66 Milliarden Yen je Fahrzeug; Wechselkursschwankungen verändern den Dollarwert deutlich.
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Leopard-Munition ohne veröffentlichten Einzelpreis
Der deutsche Munitionsrahmen mischt Gefechts- und Übungspatronen verschiedener Ausführungen. Weil weder genaue Stückzahl noch Sortenverteilung veröffentlicht sind, lässt sich aus dem Gesamtvolumen kein belastbarer Preis pro Schuss ableiten.
Was kostet ein Panzer?
Die zehn veröffentlichten Werte reichen von rund 5,8 bis höchstens 34,5 Millionen US-Dollar je Panzer. Am unteren Ende steht Indiens Bestellung von 2019: 464 T-90S/SK für 19.100 Crore Rupien (ein Crore sind zehn Millionen). Zum Jahresmittelkurs 2019 der indischen Zentralbank sind das nominal rund 5,8 Millionen US-Dollar je Fahrzeug. Am oberen Ende ergibt Norwegens Kostenrahmen von 2023 zum Jahresmittelkurs der Norges Bank höchstens rund 34,5 Millionen US-Dollar je bestelltem Leopard 2A8 NOR.
„Panzerpreis“ kann den reinen Fahrzeugwert, einen Bestelldurchschnitt, ein Paket mit Munition und Unterstützung oder die Modernisierung eines vorhandenen Fahrzeugs bezeichnen. Entwicklungskosten, Mehrwertsteuer, Ersatzteile, Brückenleger, Bergepanzer, Simulatoren und Infrastruktur sind je nach Vertrag unterschiedlich enthalten.
Die Dollarwerte sind nominal und nicht inflationsbereinigt. Ältere Angaben wie Leclerc (2003) und Merkava (2014) bilden daher nicht dieselbe Kaufkraft ab wie aktuelle Verträge.
Was ist der teuerste Panzer der Welt?
Norwegens Projekt-Kostenrahmen ergibt für den Leopard 2A8 NOR höchstens 34,5 Millionen US-Dollar je bestelltem Fahrzeug. Die Regierung nannte 2023 nur den vom Parlament gesetzten Rahmen von 19,7 Milliarden Kronen. Einen Listenpreis, mit dem sich identisch ausgestattete Kampfpanzer weltweit vergleichen ließen, veröffentlicht kein Hersteller.
Die 10 teuersten Panzer im Vergleich
Da die Rangliste Fahrzeuge mehrerer Länder umfasst, bietet die Kategorie internationale RC Panzermodelle den passenden Sortimentsüberblick.
| Rang | Panzer | Land | Vergleichswert je Panzer (nominal, USD) | Preisart |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Leopard 2A8 NOR | Deutschland / Norwegen | höchstens ≈ 34,5 Mio. USD | Kostenrahmen-Durchschnitt (2023) |
| 2 | M1A2 SEPv3 Abrams | USA / Polen | 19,0 Mio. USD | Paketdurchschnitt (Vertrag 2022) |
| 3 | K2 Black Panther | Südkorea / Polen | 18,7 Mio. USD | Paketdurchschnitt (Vertrag 2022) |
| 4 | Altay | Türkei | ≈ 16,5 Mio. USD | Paketdurchschnitt (Branchenangabe, Vertrag 2018) |
| 5 | Type 10 | Japan | ≈ 11,0 Mio. USD | Budgetdurchschnitt (Haushaltsjahr 2024) |
| 6 | Merkava IV | Israel | 10,0 Mio. USD | gemeldeter Exportpreis (2014) |
| 7 | Leclerc | Frankreich | ≈ 9,2 Mio. USD | Stückwert des Ministeriums (Bericht 2002) |
| 8 | Arjun Mk-1A | Indien | ≈ 8,6 Mio. USD | Bestelldurchschnitt (Auftrag 2021) |
| 9 | Challenger 3 | Vereinigtes Königreich | ≈ 7,4 Mio. USD | Modernisierungsdurchschnitt (Vertrag 2021) |
| 10 | T-90S/SK | Russland / Indien | ≈ 5,8 Mio. USD | Bestelldurchschnitt (Auftrag 2019) |
1. Leopard 2A8 NOR: höchstens 34,5 Mio. US-Dollar im Kostenrahmen 2023
Bis zu 34,5 Millionen US-Dollar je Panzer: Norwegens Leopard-Bestellung von 2023 steht an der Spitze. Die norwegische Regierung beschloss den Kauf von zunächst 54 Leopard 2. Die Beschaffung bleibt innerhalb des vom Parlament gesetzten Kostenrahmens von 19,7 Milliarden Kronen. Geteilt durch die Stückzahl sind das höchstens 364,8 Millionen Kronen je Fahrzeug, umgerechnet die 34,5 Millionen Dollar.
Ein Stückpreis ist das nicht. Der Rahmen deckt laut Regierung mehr ab als den reinen Panzerkauf; der ausgehandelte Preis bleibt vertraulich. Den Zuschlag erhielt der Leopard 2 nach einer direkten Vergleichserprobung mit dem K2. Die ersten Fahrzeuge werden als Leopard 2A8 NOR ausgeliefert, der jüngsten Ausbaustufe der Leopard-Familie.
2. M1A2 SEPv3 Abrams: 19,0 Mio. US-Dollar im polnischen Paket 2022
Platz 2 gehört dem M1A2 SEPv3 Abrams: Polen unterzeichnete 2022 einen Vertrag über netto rund 4,75 Milliarden US-Dollar für 250 Panzer. Das ergibt einen Paketdurchschnitt von 19,0 Millionen US-Dollar je bestelltem Abrams. Den Vertragsschluss vom 5. April 2022 meldete das polnische Verteidigungsministerium.

Zum Vertrag gehören außerdem 26 Bergefahrzeuge M88A2, 17 Brücken M1074, Munition sowie Ausbildungs- und Logistikpakete. Die 19,0 Millionen je Fahrzeug sind deshalb ein Paketdurchschnitt, kein Werkspreis. Geliefert wird mit dem SEPv3 das aktuelle Serienmodell der US Army. Der unterzeichnete Vertrag blieb unter der früheren US-Schätzung von bis zu 6 Milliarden Dollar aus dem Exportgenehmigungsverfahren.
Für das amerikanische Vorbild führt der Shop die Modellkategorie M1A2 Abrams RC Modelle.
3. K2 Black Panther: 18,7 Mio. US-Dollar im Vertrag 2022
Nur 280.000 Dollar je Fahrzeug trennen den K2 Black Panther vom Abrams: Platz 3 mit einem Paketdurchschnitt von 18,72 Millionen US-Dollar. Der polnische Ausführungsvertrag von August 2022 nennt 3,37 Milliarden US-Dollar netto für 180 Fahrzeuge.
Südkorea liefert den K2 seit 2014 in Serie an die Truppe; Hyundai Rotem stattet ihn mit 120-mm-Glattrohrkanone, Ladeautomat und hydropneumatischer Federung aus. Der Vertrag umfasst offiziell auch Ausbildung, Logistik, Service, Ersatz- und Verbrauchsmaterial sowie einen großen Vorrat verschiedener 120-mm-Munition. Die letzte Lieferung daraus traf laut Ministerium im November 2025 ein.

4. Altay: rund 16,5 Mio. US-Dollar im Serienvertrag 2018
Der türkische Altay kommt auf Platz 4: umgerechnet rund 16,5 Millionen US-Dollar je Panzer aus dem Serienvertrag von 2018. Die Branchenpublikation Defence Turkey beziffert den am 9. November 2018 geschlossenen Vertrag auf 3,5 Milliarden Euro. Bezogen auf die erste Tranche von 251 Panzern sind das 13,9 Millionen Euro je Fahrzeug.

Den Serienvertrag schlossen die Beschaffungsbehörde SSB und der türkische Hersteller BMC Defence. Zur ersten Tranche zählen 40 T1, 210 T2 und ein T3, dazu Trainingsfahrzeuge, Simulatoren und integrierte Logistik. Ein amtlich bestätigter Stückpreis ist der Wert nicht; er stammt aus einer Branchenpublikation, nicht aus dem veröffentlichten Vertragstext. Die Serienfertigung ist inzwischen angelaufen: Am 28. Oktober 2025 übergab BMC bei der Eröffnung seines Werks in Ankara die ersten beiden Fahrzeuge an die türkischen Landstreitkräfte.
5. Type 10: rund 11,0 Mio. US-Dollar im Verteidigungshaushalt 2024
Japans Type 10 hält Platz 5: rund elf Millionen US-Dollar je Fahrzeug. Das japanische Verteidigungsministerium veranschlagte für das Haushaltsjahr 2024 zehn Type-10-Panzer mit zusammen 16,6 Milliarden Yen. Je Panzer entspricht das einem Budgetdurchschnitt von 1,66 Milliarden Yen.

Der Type 10 ist Japans jüngster einheimischer Kampfpanzer: kompakt ausgelegt, mit 120-mm-Glattrohrkanone und Dreierbesatzung. Ausgeliefert wird er seit Januar 2012; auch der Verteidigungshaushalt 2026 sieht weitere Beschaffung vor. Der Haushaltsposten gilt für ein einzelnes Jahr und ist kein dauerhaft gültiger Preis. Kursschwankungen des Yen verändern den Dollarwert zudem deutlich.
6. Merkava IV: 10,0 Mio. US-Dollar als Exportpreis 2014
Für den Merkava IV wurde 2014 ein Exportpreis von 10,0 Millionen US-Dollar gemeldet: Platz 6. Der Wert geht auf den Branchendienst Intelligence Online zurück; dessen Beitrag ist nicht frei einsehbar. Öffentlich zugänglich ist die Zahl nur aus zweiter Hand.
Der Merkava Mk 4 steht seit 2004 im Dienst der israelischen Streitkräfte. Aktuelle Ausprägung ist der Barak mit dem aktiven Schutzsystem Trophy; 2025 genehmigte Israels Beschaffungsausschuss einen Ausbau der Panzerproduktion. Auf diese Konfiguration lässt sich der ältere Exportwert nicht übertragen. Ein aktueller, öffentlich nachprüfbarer Vertrags- oder Stückwert ist nicht veröffentlicht.
Passende Modelle des israelischen Vorbilds finden sich in der Kategorie Merkava MK IV RC Modelle.
7. Leclerc: rund 9,2 Mio. US-Dollar aus dem Senatsbericht 2002
Frankreichs Leclerc steht mit rund 9,2 Millionen US-Dollar je Fahrzeug auf Platz 7. Ein Bericht des französischen Senats zum Programm 2003 bis 2008 nennt nach Angaben des Verteidigungsministeriums 8,1 Millionen Euro je Leclerc. Rechnet man das Gesamtprogramm ein, kam der Rechnungshof im selben Bericht auf knapp 15 Millionen Euro. Zum Dollarkurs von 2003 entspricht die Ministeriumsangabe rund 9,2 Millionen US-Dollar.

Der große Abstand zwischen beiden Werten zeigt, wie stark Entwicklung, lange Produktionszeiträume und Programmabgrenzung einen „Stückpreis“ verändern. Als Richtwert für einen Neukauf heute taugt keine der beiden historischen Zahlen.
8. Arjun Mk-1A: rund 8,6 Mio. US-Dollar im Auftrag 2021
Indiens Arjun Mk-1A erreicht Platz 8: rund 8,6 Millionen US-Dollar je Panzer aus dem Auftrag von 2021. Das Verteidigungsministerium bestellte 118 Arjun Mk-1A für 7.523 Crore Rupien; die Meldung stammt vom Press Information Bureau. Der Umrechnung liegt der amtliche US-Jahresmittelkurs von 2021 zugrunde.
Bei der Auftragsvergabe im September 2021 beschrieb das indische Verteidigungsministerium den Mk-1A als neue Arjun-Variante. Gegenüber dem Vorgänger Mk-1 bringt sie 72 neue Merkmale und einen höheren indischen Fertigungsanteil mit. Ob sämtliche programmbezogenen Leistungen im veröffentlichten Auftragswert enthalten sind, bleibt offen.
9. Challenger 3: rund 7,4 Mio. US-Dollar im Modernisierungsvertrag 2021
Großbritannien kauft beim Challenger 3 keinen Neubau: Mit umgerechnet rund 7,4 Millionen US-Dollar je Panzer landet die Modernisierung auf Platz 9. Das britische Verteidigungsministerium meldete 2021 einen Vertrag über 800 Millionen Pfund für 148 Challenger 3. Das sind 5,41 Millionen Pfund je Panzer, allerdings für den Umbau vorhandener Challenger 2.
Jeder Challenger 3 entsteht aus einem bestehenden Challenger 2, dem Standardpanzer der British Army seit 1998. Der Vertragswert deckt eine tiefgreifende Modernisierung ab: neuer Turm, digitalisierte Systeme und die 120-mm-Glattrohrkanone L55A1. Die erste bemannte Schießerprobung ist absolviert; ihren Abschluss meldete das Programm im Januar 2026. Einsatzbereit sein soll der neue Panzer nach britischer Planung ab 2027.
10. T-90S/SK: rund 5,8 Mio. US-Dollar im indischen Auftrag 2019
Schlusslicht T-90S/SK: Indiens Bestellung von 2019 ergibt umgerechnet rund 5,8 Millionen US-Dollar je Panzer. Das indische Verteidigungsministerium beauftragte laut Press Information Bureau die Lieferung von 464 Fahrzeugen für 19.100 Crore Rupien. Je Panzer entspricht das einem Bestelldurchschnitt von 41,16 Crore Rupien.
Den Auftrag erhielt im November 2019 das staatliche Ordnance Factory Board; gefertigt wird in Indien. Die Basiskonstruktion des T-90 stammt aus Russland. Mit 464 Fahrzeugen ist es die stückzahlstärkste der zehn Bestellungen. Nationale Produktions-, Lizenz- und Unterstützungsanteile schlüsselt die öffentliche Meldung allerdings nicht einzeln auf.
Was kostet ein Leopard 2?
Norwegens Kostenrahmen von 2023 ergibt höchstens 364,8 Millionen Kronen je bestelltem Leopard 2A8 NOR. Er gilt für das A8-NOR-Projekt; auf die ältere Variante Leopard 2A7 lässt er sich nicht übertragen.
Konfiguration, landesspezifische Funk- und Führungsausstattung, Schutzpakete, Ersatzteile, Ausbildung und Infrastruktur verändern den Vertragswert. Wie unterschiedlich zwei westliche Panzerkonzepte technisch aufgebaut sind, zeigt der Vergleich Leopard 2A7 gegen Challenger 2.
Was kostet ein Schuss aus dem Leopard 2?
Ein belastbarer Einzelpreis ist aus den öffentlich zugänglichen deutschen Angaben nicht berechenbar. Rheinmetall meldete am 13. Juli 2023 einen auf rund 4 Milliarden Euro erweiterten Rahmenvertrag; der erste Abruf hatte einen Wert von rund 309 Millionen Euro brutto.
Der Rahmen kann mehrere hunderttausend Patronen umfassen, mischt jedoch Gefechts- und Übungsmunition unterschiedlicher Ausführungen. Menge und Sortenverteilung des ersten Abrufs sind nicht veröffentlicht. Jede Rechnung mit einer angenommenen Stückzahl würde daher nur einen scheinbar präzisen Schusspreis liefern.
Warum unterscheiden sich Panzerpreise so stark?
- Vertragsumfang: Munition, Simulatoren, Ersatzteile, Bergefahrzeuge, Brücken, Ausbildung und Wartung können enthalten sein.
- Preisart: Neubau, Upgrade, Budgetposition, Exportangebot und Projekt-Kostenrahmen sind nicht dasselbe.
- Losgröße: Entwicklung und Produktionsanlauf verteilen sich bei kleinen Serien auf weniger Fahrzeuge.
- Nationale Konfiguration: Schutz, Kommunikation, Sensorik und lokale Fertigung unterscheiden sich.
- Zeit und Währung: Inflation und Wechselkurse machen nominale Werte verschiedener Jahre nur grob vergleichbar.
Ohne Preisart und Quelle bleibt unklar, welche Leistungen ein veröffentlichter Wert tatsächlich umfasst.
Kann man einen Panzer kaufen?
Bei solchen Summen liegt die Frage nahe, ob Privatleute überhaupt einen Panzer erwerben dürfen. In Deutschland ist ein einsatzfähiger Kampfpanzer kein gewöhnliches Sammlerfahrzeug. Die Kriegswaffenliste führt Kampfpanzer ausdrücklich auf. Selbst für unbrauchbar gemachte Fahrzeuge gelten besondere Regeln aus einer eigenen Verordnung. Zustand, Fahrfähigkeit, Einfuhr und Umbauten gehören in eine behördliche Einzelfallprüfung; verbindliche Auskünfte geben nur die zuständigen Behörden.
Fürs Hobby gibt es eine rechtlich wie praktisch völlig andere Welt: RC-Panzer. Dort geht es um ferngesteuerte Modelle, nicht um die Beschaffungswerte realer Streitkräfte. Den Leopard 2A6 bietet Torro als 1:16-Modell an.
Wenn du tiefer einsteigen willst: Zu den meistproduzierten Panzern und den besten Panzern des Zweiten Weltkriegs gibt es eigene Beiträge. Bei T-90 gegen Abrams stehen Technik und Einsatzkonzept im Mittelpunkt.
Welche Fragen werden zu teuren Panzern häufig gestellt?
Warum kosten Kampfpanzer unterschiedlich viel?
Verträge bündeln je nach Land Fahrzeuge, Munition, Ersatzteile, Ausbildung, Infrastruktur und Service in unterschiedlichem Umfang. Deshalb liegen reine Fahrzeugwerte, Paketdurchschnitte und Modernisierungskosten teils weit auseinander.
Warum ist der norwegische Leopard-2A8-Wert kein Herstellerpreis?
Der veröffentlichte Kostenrahmen umfasst laut Regierung mehr als den reinen Kauf der Fahrzeuge; was genau enthalten ist, schlüsselt sie nicht auf. Der ausgehandelte Panzerpreis bleibt vertraulich.
Was zeichnet den K2 Black Panther in der Beschaffung aus?
Der unterzeichnete polnische Vertrag verbindet die Fahrzeuge mit Ausbildung, Logistik, Munition und Service. Polen plant außerdem eine national angepasste K2PL-Variante und industrielle Fähigkeiten im eigenen Land.
Warum gilt der ältere Merkava-IV-Wert nicht für den Merkava Barak?
Der öffentlich bekannte Exportwert stammt aus dem Jahr 2014 und bezieht sich auf den Merkava IV. Für die heutige Barak-Konfiguration ist kein aktueller, öffentlich nachprüfbarer Vertrags- oder Stückwert veröffentlicht.
Was unterscheidet einen Paketdurchschnitt vom Herstellerpreis?
Ein Paketdurchschnitt teilt den gesamten Vertragswert durch die Zahl der bestellten Panzer. Sind Munition, Ausbildung, Logistik oder weitere Fahrzeuge enthalten, entspricht er nicht dem reinen Herstellerpreis eines Kampfpanzers.
Ist der Challenger 3 ein neu gebauter Kampfpanzer?
Nein. Für den Challenger 3 werden vorhandene Challenger 2 mit neuem Turm, digitalisierten Systemen und 120-mm-Glattrohrkanone modernisiert. Der Vertragsdurchschnitt bezeichnet daher eine Modernisierung und keinen Neubau.
Quellen zu Preisen und Wechselkursen
Die veröffentlichten Beschaffungswerte und Wechselkurse stammen aus folgenden Quellen:
- Norwegische Regierung mit Kostenrahmen 2023 und Norges-Bank-Jahresmittelkurs (Leopard 2A8 NOR)
- Polnisches Verteidigungsministerium: Abrams-Vertrag 2022 und K2-Ausführungsvertrag 2022
- Defence Turkey: Altay-Serienvertrag (Branchenpublikation); European Security & Defence: Altay-Serienstart Oktober 2025
- Japanisches Verteidigungsministerium: Type-10-Haushaltswert 2024
- IRS: Jahresmittelkurse (Rupie und Pfund 2021, Yen 2024) sowie US-Notenbank G.5A für 2018 und G.5A für 2003 (Euro-Jahresmittel); Basis der Dollar-Umrechnung
- Englische Wikipedia: Merkava-Exportpreis 2014 (ältere Sekundärquelle)
- Press Information Bureau: Arjun-Auftrag 2021, T-90S/SK-Auftrag 2019 und RBI-Jahresmittelkurs 2019 (Indien)
- Französischer Senat: Leclerc-Bericht 2002
- Britisches Verteidigungsministerium: Challenger-3-Vertrag 2021
- Rheinmetall: Munitionsauftrag 2023 (Schusskosten); Kriegswaffenkontrollgesetz mit Unbrauchbarmachungs-Verordnung (Rechtslage beim Panzerkauf); Creative Commons BY-SA 2.0 (Lizenz des K2-Fotos)
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